Funktion

Eisen dient der reversiblen Bindung und damit dem Transport und der Verwertung von Sauerstoff. Durch seine Fähigkeit Elektronen zu binden und abzugeben dient es als Katalysator von Redoxreaktionen. Als Bestandteil der Hämgruppe und anderen Enzymen ist Eisen eine essentielle Substanz für alle Körperzellen. Sauerstoff als auch Eisen sind in freiem ungebundenem Zustand aufgrund ihrer Reaktionsfähigkeit durch die Bildung von freien Radikalen prinzipiell toxisch. Daher müssen sie zum Schutz der Zellen stets an spezielle Proteine gebunden sein, wie z.B.:

  • Hämgruppe - Hämoglobin, Myoglobin, Enzyme
  • Cytochrome
  • andere nicht hämhaltige Enzyme

Von einem Eisenmangel sind daher alle Körperzellen betroffen, insbesondere, aufgrund ihres enorm hohen Bedarfs, die erythropoetischen Zellen. Daher manifestiert sich ein Eisenmangel initial in einer Hemmung der Erythropoese und sekundär z.B. auch in Veränderungen von Haut und Schleimhäuten.

Von den erythropoetischen Vorläuferzellen wird das Eisen nach der Aufnahme in die Mitochondrien zur Hämsynthese transportiert. In den Makrophagen jedoch hauptsächlich im Cytosol an das Ferritin als Speichereisen gebunden.


Nahrung

Zur Vermeidung eines Eisenmangels ist eine ausreichende Zufuhr mit der Nahrung notwendig. Die Nahrungsmittel unterscheiden sich teilweise deutlich im Eisengehalt.
Das Eisen der Hämgruppe hat gegenüber ionisierten Eisensalzen eine bessere Bioverfügbarkeit, indem die Hämgruppe unabhängig von den bekannten Eisentransportproteinen aufgenommen werden kann. Damit sind tierische Nahrungsquellen bezüglich der Eisenversorgung den vegetarischen überlegen.

Eisengehalt verschiedener Nahrungsmittel

Einstiegsseite Arzt
Amgen Österreich
Diagnostik der AnämieGrundlagenwissen zur AnämieTherapiemöglichkeiten der AnämieLaboruntersuchungen zur AnämieFallbeispieleWünsche, Kritik, Frageninhaltsverzeichnishomepage
Allgemeine Info zu WissensgrundlagenEntwicklung und Abbau der ErythrocytenAnämie mit Hemmung bzw. Schädigung der ErythropoeseAnämie durch verminderte Lebensdauer der ErythrocytenAnwendung von Erythropoese stimulierenden Proteinen
Ursachen und Mechanismen der renalen AnämieAnämie durch Knochenmarkschädigungangeborene HämoglobinopathienVitamin B12 und FolsäuremangelInfo zu Eisenstoffwechsel und Eisenmangelanämie