können sowohl durch eine Behinderung der Erythropoese
im Sinne einer Bildungsstörungsanämie, als auch durch
eine verkürzte Lebensdauer der Erythrocyten im Sinne einer
Verbrauchsanämie oder durch eine Kombination verursacht
werden.
Schwierigkeiten in der Diagnostik können
sich durch die Kombination verschiedener Ursachen ergeben. Hier
spielt auch die Weichenstellung durch die Anamnese und den Status
eine wichtige Rolle. Besonders bei Patienten über 60 muß
auch an die Möglichkeit eines Myelodyplastischen Syndroms
gedacht werden.
Mit Ausnahme der hämolytischen Anämien
entwickeln sich die anderen Formen der makrocytären Anämie
typischerweise sehr langsam über Monate bis Jahre. Vor dem
Abfall des Hämoglobins ist bereits eine isolierte Makrocytose
vorhanden. Die makrocytäre Anämie ist daher in ihrem
Verlauf in überwiegender Mehrzahl eine chronische
Anämie mit deutlicher Diskrepanz zwischen niedrigen Hämoglobinwerten
und geringer Symptomatik.